• Dennis

5 Fehler die Du beim Start in das Fotografie-Business nicht tun solltest!

Hätte ich das mal damals schon gewusst, wäre ich ein ganzes Stück weiter und hätte auch eine Menge Geld gespart. Davor möchte ich Dich bewahren und diese Learnings an Dich weitergeben.

Gerade im Startprozess in die Fotografie-Selbständigkeit können wir gar nicht alles wissen und machen daher besonders viele Fehler. Verstehe mich nicht falsch: Fehler sind im Grunde etwas Gutes und heben die Lernkurve. Durch Fehler wirst Du stärker und selbstbewusster. Denn aus Fehlschlägen lernt man und macht diese im Normalfall kein zweites Mal.

Dennoch gibt es genug Fails, die man sich gut ersparen kann. Deswegen hier meine Top 5 Fehler, die Du von vornherein vermeidest solltest:


1. Werde bitte kein Allrounder!

Klar wollen wir am Anfang viel ausprobieren und alles Mögliche fotografieren. Das ist wichtig und auch gut so. So findest Du am besten deine Passion. Dennoch solltest Du Dir der Richtung bewusst werden, welche Du einschlagen willst. Es ist wichtig, in einem Bereich richtig gut zu werden. Glaube mir, Kunden wollen einen Spezialist*in auf seinem Gebiet.


Du willst Dich doch bestimmt nicht vom Allgemeinarzt am Herzen operieren lassen, oder?!

Klar, krasses Beispiel, aber meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es genug Menschen da draußen gibt, die für gute Fotos sehr gut bezahlen wollen!

Gerade in der Neugeborenenfotografie wird das sehr deutlich. Eltern geben ihren größten Schatz auf Erden keinen Allrounder in die Hand, sondern Jemandem, der den Umgang mit dem Neugeborenen beherrscht und diese Art von Shootings regelmäßig macht. Ein Allrounder kann von allem nur ein bißchen, aber selten wirklich etwas sehr gut.

Wie denn auch, wenn er von allem etwas macht.

Verabschieden Dich von dem "Alleskönnerdenken".


Denk mal darüber nach, bevor Du loslegst.



2. Versuche nicht, der Beste zu sein!

Das ist meiner Meinung nach, einer der größten Fehler, die Anfänger machen.

Sie denken, immer der Beste sein zu müssen. Das ist totaler Bullshit!


Sobald Du ein gutes Qualitätslevel erreicht hast, solltest Du Dich auf das Marketing konzentrieren und nicht mehr darauf besser zu werden. Besser wirst Du eh durch die Erfahrung und die Menge der geleisteten Shootings.


Relativ schnell sollte das Marketing eine sehr große Rolle in deinem Business spielen. Der / Die beste Fotograf*in der Welt verdient 0 €, wenn keine Sau weiß, daß er / sie da ist!


Daher befasse Dich sehr schnell mit Begriffen wie Branding, Social Media, Storytelling & Co. Sonst werden andere (lautere) Kollegen an Dir vorbeiziehen.

Das solltest Du Dir ganz groß auf die Fahne schreiben.



3. Freunde Dich mit Büchern an!

Falls Du es noch nicht tust, solltest Du es rasch nachholen. Bücher lesen!


Hätte ich nochmal die Möglichkeit, meinem früheren Ich zu begegnen und ihm nur einen einzigen Tipp geben zu dürfen, wäre es folgender: "Alter, lese Bücher was das Zeug hält!"


Erfolgreiche Menschen, die teilweise Millionen von Euros verdient haben, geben Ihr ganzes Wissen, wie sie es geschafft haben, für nur ein paar Euros raus. Verpackt in einem Buch. Günstiger, einfacher und schneller kommst Du nicht an Wissen!

"Aber Dennis, ich lese gar nicht so gerne"

Dann lerne es oder bleib auf der Strecke! Ganz einfach. Kennst Du den Spruch:

Wer will, findet Wege,

wer nicht will, findet Ausreden!


Eine Alternative: Hörbücher, Podcasts.



4. Ich bin Fotograf*in, dass mache ich nicht!

Diesen Spruch höre ich so oft. Klar sind wir Künstler*innen und auch gerne mal chaotisch.

Das bin ich auch.

Aber wenn Du erfolgreich sein und ein funktionierendes Business aufbauen willst, kommst Du um Dinge wie Marketing, Buchhaltung, Kundenakquise, ToDo's, Bildbearbeitung, Studio- oder Raumreinigung nicht drum herum. Fotografieren macht im Alltag eines / einer Fotograf*in, wenn es hochkommt, gerade mal 10-15 % aus. Der Rest des Tages besteht aus Dingen, die ich gerade aufgezählt habe. Freunde Dich mit Buchhaltungsprogrammen, ToDo Listen und Co an. Denn am Anfang bist Du eine One Man/Woman Show. Du bist ist der Einzige, der alles übernehmen muss. Die Buchhaltungsabteilung, der/die Kundenberater*in, der Reinigungsbereich, der Marketingbereich, der Chef und auch der/die Angestellte. Niemand kommt und nimmt Dir diese Dinge ab. Jedenfalls nicht am Anfang. Also bereite Dich darauf vor.

5. Ich verkaufe nicht!

Ob Du es willst oder nicht. Du wirst lernen müssen, zu verkaufen, wenn Du mit der Fotografie Geld verdienen willst.

Verabschiede Dich bitte von dem Gedanken, daß Verkaufen etwas Schlechtes ist. Du möchtest doch schöne Fotos für deine Kunden kreieren oder etwa nicht?! Willst Du das als etwas Schlechtes bezeichnen, wenn Kunden wunderschöne Fotos von sich, die Du gemacht hast, sich an die Wand hängen und sich jeden Tag darüber freuen, wenn sie daran vorbei gehen. Siehst Du!


Ändere dein Mindset zum Thema Verkaufen. Wir wollen unsere Kunden nicht überreden, bei uns zu buchen, wir wollen sie überzeugen. Das ist ein sehr großer Unterschied! Also lerne selbstbewusst hinter deiner Fotografie und deinem Preis zu stehen und diese ordentlich zu verkaufen.

Z.B. als Neugeborenenfotgraf*in kreierst Du Familienerbstücke. Das Baby wird sich als Erwachsener das Fotoalbum mit deinen Fotos, sich selbst mit ihren Kindern anschauen. Das ist doch etwas wundervolles und wert, verkauft zu werden. Also bringe Dir möglichst viel zum diesem Thema bei.


So... das waren sie. Meine 5 Fehler, die man am Anfang oft macht, wenn man sich in der Fotografie selbständig machen möchte.


Ich hoffe, dass Du da einiges daraus mitnehmen konntest.

Hast Du noch Ergänzungen oder vielleicht eine ganz andere Meinung dazu? Schreibe es in die Kommentare.

Liebe Grüße

Dennis


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